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Parkinson – Therapie
Generell sollte die Behandlung von Parkinson-Kranken sehr individuell gestaltet werden. Die Auswahl der Präparate erfolgt dabei nach Wirksamkeit und Verträglichkeit und auch die Erfahrung des jeweils behandelnden Arztes spielt eine Rolle. Es stehen für die Behandlung sieben verschiedene Substanzen beziehungsweise Substanzgruppen zur Verfügung: L-Dopa, Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer, Amantadine, Anticholinergika (kaum noch eingesetzt), Budipin, COMT-Hemmer Bei Betroffenen, die unter 70 Jahre alt sind und nicht noch wesentliche Begleiterkrankungen haben, wird die Therapie mit einem Dopaminagonisten begonnen. Ältere oder multimorbide Patienten: Beginn mit L-Dopa-Einzeltherapie Bei älteren Parkinson-Kranken, die über 70 Jahre alt sind oder auch bei multimorbiden Patienten jeder Altersgruppe, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie den Therapiebeginn mit einer L-Dopa-Einzeltherapie. Sind die anfänglichen Parkinson-Symptome dieser Betroffenengruppe nur mild ausgeprägt, so kann der Beginn einer Dopamin-Ersatztherapie manchmal hinausgezögert werden, indem entweder Amantadin oder Selegilin als Einfachtherapie gegeben wird. Allerdings haben beide Medikamente unerwünschte Wirkungen, die nicht unerheblich sind und entsprechend besonders bei multimorbiden Betroffenen beachtet werden müssen. Bei alten und kognitiv eingeschränkten Patienten dürfen Anticholinergika nicht gegeben werden, auch verbietet sich generell der Einsatz von COMT-Hemmern als Einfachtherapie, L-Dopa darf nur mit Decarboxylasehemmern gegeben werden. Operative Therapieverfahren Zurzeit kommen als operative Therapieverfahren bei Parkinson-Kranken in Deutschland zwei Verfahren in Frage: Die stereotaktische strukturelle Ausschaltung Bei diesem Eingriff werden Hirnzellen durch Hitze gezielt zerstört. Die Parkinson-Symptome können so gelindert werden. Die Hochfrequenzstimulation Bei der Hochfrequenzstimulation werden die Hirnzellen nicht zerstört, sondern über eine implantierte Elektrode dauerhaft gereizt und ausgeschaltet. Begleitende Therapien Eine Physiotherapie ist bei Schüttellähmung sehr wichtig. Sie hilft, die verbliebene Bewegungsfähigkeit zu erhalten. Teilweise kann eine Haltungsverbesserung erreicht werden. Zudem verbessern Gehübungen und Laufbandtraining die Sicherheit beim Gehen und tragen so dazu bei, Stürze zu vermeiden. Die größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten, ist das Ziel der Ergotherapie. Sie sollte auf die Bedürfnisse und Beeinträchtigungen des jeweiligen Patienten abgestimmt sein. Beispielsweise kann mit Fingerübungen die Geschicklichkeit verbessert werden, Schreib- und Zeichenübungen helfen, Buchstaben wieder gleich groß zu schreiben. Von der Akinese, der Unbeweglichkeit, sind häufig die Gesichtsmuskeln betroffen. Parkinson-Patienten sprechen deshalb immer leiser und verwaschener. Eine Sprachtherapie (Logopädie) kann dem entgegenwirken. Ein Logopäde kann Betroffenen auch dabei helfen, die Gesichtsmuskeln zu trainieren und so die Mimik zu erhalten. Symptome therapieren Bei Parkinson kann es auch sinnvoll sein, die einzelnen Symptome zu therapieren. Bei Verstopfung beispielsweise können eine ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung helfen. Auch Abführmittel können zum Einsatz kommen. Schlafstörungen werden mit einer angepassten Schlafhygiene und pflanzlichen Schlafmitteln behandelt. Weitere Symptome und deren Therapie finden Sie hier.
Asthma – Bronchodilatatoren
Bronchodilatatoren sind wichtige Medikamente zur Behandlung von Asthma bronchiale. Der Grund: Sie erweitern die Bronchien und lösen die verkrampfte Bronchialmuskulatur. Beta-2-Sympathomimetika Diese Gruppe der Asthma-Medikamente wirkt auf einen bestimmten Bereich des autonomen Nervensystems, den Sympathikus. Die sogenannten Beta-2-Rezeptoren in den Bronchien reagieren auf diese Arzneimittel, indem sie so auf die kleinen Bronchialmuskeln wirken, dass sich die Bronchien weiten. Die Wirkung dieser Stoffe tritt sehr schnell ein. Sie eignen sich daher auch als Notfallmedikamente, um einen akuten Asthma-Anfall zu behandeln. Beta-2-Symphathomimetika erleichtern auch das Abhusten des Schleims und verringern entzündliche Reaktionen. Diese Wirkungen sind aber nicht so stark ausgeprägt. Kurzwirkende Beta-2-Sympathomimetika werden auch SABAs genannt. Langwirkende Beta-2-Sympathomimetika, LABA Diese speziellen Beta-2-Sympathomimetika zeichnen sich durch eine besonders lange Wirkdauer aus. Deshalb werden sie nicht dazu genutzt, einen akuten Asthma-Anfall zu unterbrechen, sondern sie dienen beispielsweise der Vorbeugung von nächtlichen Attacken, wenn die Kortisonpräparate nicht ausreichen. Langwirkende Beta-2-Sympathomimetika kann man inhalieren oder als Tablette einnehmen. Diese Medikamente nimmt man sinnvollerweise abends ein. Die Nebenwirkungen sind unterschiedlich. Sie können sich unter Umständen anfangs etwas unruhig fühlen und zittern, diese Symptome verschwinden aber normalerweise nach einigen Tagen. Sie sollten nicht als alleiniges Mittel in der Langzeittherapie gegeben werden, da die Gefahr, einen lebensbedrohlichen Asthmaanfall bei alleiniger LABA-Gabe zu bekommen, erhöht ist. Anticholinergika Arzneimittel aus dieser Gruppe erweitern ebenfalls die Bronchien. Sie wirken aber nicht so schnell wie Beta-2-Sympathomimetika und können daher nicht benutzt werden, um einen Asthma-Anfall zu behandeln. Anticholinergika werden eingesetzt, um bei Asthma-Patienten die Verkrampfung der Bronchien bei mehr oder weniger vorhersehbaren Ereignissen zu verhindern. Langwirkende Anticholinergika werden auch LAMAs genannt. Theophyllin (Methylxanthine) Methylxanthine sind pflanzliche Stoffe wie das Koffein aus der Kaffeepflanze oder das Theobromin, das im Kakao vorkommt. Gegen Asthma wird ein dritter Stoff dieser Gruppe, das Theophyllin, genutzt, das in ganz geringen Mengen in schwarzem Tee vorkommt. Diese Substanzen wirken entspannend auf die Bronchialmuskulatur und erweitern die Bronchien. Gegen Asthma sollte man sie dauerhaft einnehmen. Es ist wichtig, dass die Konzentration dieses Medikaments im Blut ungefähr gleichbleibend ist. Um dies zu erreichen werden normalerweise Retardtabletten verordnet. Diese Tablettenart gibt nicht den ganzen Wirkstoff auf einmal ab, sondern langsam nacheinander. Es gelangt über eine lange Zeit hinweg immer eine bestimmte Menge Theophyllin ins Blut und schützt die Bronchien vor einer Verkrampfung. Theophyllin hat relativ viele unerwünschte Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Schlafstörungen, Unruhegefühl und Herzrasen. Seine gute Wirksamkeit – besonders zur Vorbeugung von nächtlichen Anfällen – rechtfertigt den Einsatz aber immer wieder. Theophyllin kann auch als Saft oder Trinkampullen eingenommen werden. In dieser Form wirkt es sehr schnell und kann bei einem Asthma-Anfall helfen.
Medikamentensucht
Medikamentenmissbrauch und Medikamentensucht (beziehungsweise Medikamentenabhängigkeit) sind zwei Begriffe, die fälschlicherweise oft synonym verwendet werden. Der gravierende Unterschied liegt in der körperlichen und psychischen Abhängigkeit – bei Medikamentenabhängigkeit treten sie auf, bei Medikamentenmissbrauch dagegen nicht. Es gibt zum einen Substanzen, die eine – sowohl körperliche als auch psychische – Abhängigkeit verursachen (Medikamentensucht). Zum anderen gibt es Stoffe, die missbraucht werden – diese lösen zwar keine Abhängigkeit aus, können aber körperliche Schäden hervorrufen (Medikamentenmissbrauch). Eine Medikamentenabhängigkeit – also die Sucht nach einem bestimmten Medikament – kann der Patient wegen der auftretenden Entzugserscheinungen meist nicht selbst bewältigen. Dafür ist in der Regel eine stationäre Behandlung notwendig.Häufige Ursachen: Überdosierung oder zu lange EinnahmeMedikamentensucht oder Medikamentenmissbrauch entstehen, wenn Medikamente, die eigentlich dazu da sind, um Krankheiten zu heilen oder Symptome von Erkrankungen zu lindern, falsch angewandt werden. Dies geschieht meist dann, wenn die Arzneimittel überdosiert, oder zu lange eingenommen werden. Medikamentensucht: körperliche und psychische AbhängigkeitBei Medikamentensucht kommt es sowohl zu einer körperlichen als psychischen Abhängigkeit. Körperliche Abhängigkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass Symptome wie Unruhe oder Zittern auftreten, wenn der entsprechende Wirkstoff dem Organismus nicht in regelmäßigen Abständen nachgeliefert wird. Der Betroffene entwickelt eine Toleranz – das heißt, er muss immer höhere Dosen eines Arzneimittels einnehmen, um eine Wirkung zu erzielen. Bei abruptem Absetzen des Medikaments kann sich eine Entzugssymptomatik einstellen. Die psychische Abhängigkeit kommt dadurch zustande, dass mithilfe des Medikaments versucht wird, das eigene Wohlbefinden zu steigern und reale Probleme zu umgehen. Bei den Betroffenen entsteht ein Gefühl der Notwendigkeit, diesen Zustand kontinuierlich aufrecht zu erhalten, da sie glauben, sonst ihr Leben und ihren Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Es kommt zu einem unbezwingbaren Verlangen nach dem Medikament, Kontrollverlust, Interessenverlust und sozialer Verarmung. Häufigstes Suchtmittel: Schlaftabletten Die meisten Menschen mit einer Arzneimittelsucht sind von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig. Häufig sind ältere Menschen betroffen. Auch bestimmte Schmerzmittel sind eine Medikamentengruppe mit einem hohen Sucht- und Missbrauchspotenzial. Schmerzmittel wie Opium und seine Abkömmlinge unterliegen wegen ihres Suchtpotenzials dem Betäubungsmittelgesetz und sind deshalb nicht frei zugänglich. Aber auch freiverkäufliche Schmerzmittel werden oft missbräuchlich angewandt – nicht ohne Gefahr. Vielen ist dies allerdings gar nicht bewusst, da der Gebrauch von Schmerzmitteln sehr verbreitet ist. Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift! Die Vorstellung, das Suchtmittel nicht zur Verfügung zu haben, löst bei den Betroffenen meist Angst aus. Daher ist ein „Aufhören“ ohne professionelle Hilfe in vielen Fällen nicht möglich. Wer sich aber dazu durchgerungen hat, benötigt oft auch noch aus anderen Gründen ärztlichen Beistand: Bei ausgeprägter Medikamentensucht kann es zu gravierenden Entzugserscheinungen wie Angstattacken, Schlafstörungen, Kreislaufzusammenbrüchen und Psychosen kommen.
Medikamentensucht – Schlaf- und Beruhigungsmittel
Die am häufigsten verschriebenen Entspannungs- und Schlaftabletten enthalten als Wirkstoff Benzodiazepine. Ihr Einsatz ist berechtigt bei der Behandlung von epileptischen Anfällen, zur Einleitung einer Narkose oder zur Beruhigung vor operativen und diagnostischen Eingriffen – zum Beispiel vor einer Magenspiegelung. Häufig werden diese Medikamente jedoch auch bei weniger schwerwiegenden allgemeinen Befindlichkeitsstörungen wie Nervosität, Überlastung und Erschöpfung verwendet.Doch bei der Einnahme ist Vorsicht geboten, denn Benzodiazepine erzeugen bereits nach sehr kurzer Zeit von knapp zwei bis vier Wochen eine körperliche Abhängigkeit. Setzt ein Patient nach längerem Konsum die Tabletten einfach ab, können Schlafstörungen, starke Erregung mit innerer Unruhe sowie schwere Angst- und Spannungszustände bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten. In Deutschland nehmen ein bis zwei Prozent der Erwachsenen mindestens ein Jahr lang täglich ein solches Mittel. Die größte Konsumentengruppe sind dabei ältere Frauen. Schlaftabletten haben zahlreiche Nebenwirkungen Schlaftabletten haben neben der beruhigenden und schlaffördernden Wirkung leider auch zahlreiche, zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen. Unerwünschte Wirkungen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, Muskelschwäche, Benommenheit, Schwindelgefühl und Nachlassen sexueller Bedürfnisse sein. Schlaftabletten wirken zwar schlafanstoßend, die Schlafqualität verschlechtert sich jedoch. Da einige der Benzodiazepine eine lange Halbwertszeit haben, also nur sehr langsam im Körper abgebaut werden, kann sich eine größere Menge Benzodiazepine im Körper anreichern. Dann sind nicht selten Gedächtnisstörungen und eine verminderte Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit zu beobachten. Die Fahrtüchtigkeit und Arbeitsfähigkeit ist erheblich eingeschränkt. Bei zu starker Muskelentspannung und zusätzlich herabgesetzter Reaktionsfähigkeit sind folgenreiche Stürze und Unfälle häufig. Viele Oberschenkelhalsbrüche sind letztlich auf einen Schlaftablettenmissbrauch zurückzuführen.Alkohol kann die lang- und kurzfristigen Nebenwirkungen wie Benommenheit, verlangsamte Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsstörungen und Schläfrigkeit verstärken. Als Folge der Einnahme von Schlafmitteln können gerade bei älteren Menschen auch paradoxe Reaktionen wie Erregung und Verwirrtheit auftreten. Missbrauch und Abhängigkeit Die Langzeitfolgen und Probleme, die die Abhängigkeit von Benzodiazepinen mit sich bringt, sind nicht zu unterschätzen. Neben einer verminderten Leistungsfähigkeit kommt es meist zur Einschränkung des Soziallebens, die sexuellen Bedürfnisse nehmen ab und nicht selten treten Beziehungsprobleme auf, die bis zum Verlust des Partners führen können. Hinzu kommt, dass ein Absetzen des Präparats mit quälenden Entzugserscheinungen einhergeht, die sich in einem klassischen Entzugsdelirium oder einer Entzugspsychose mit Krampfanfällen äußern können. Da Schlafmittel aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine sehr häufig verschrieben werden, stehen sie mit Abstand an der Spitze der missbrauchten Medikamente in Deutschland und den meisten westlichen Industrieländern. Häufig verschriebene Benzodiazepine sind zum Beispiel: Bromazepam, Brotizolam, Diazepam, Flunitrazepam, Lormetazepam, Lorazepam, Nitrazepam, Oxazepam, Temazepam, Tetrazepam und Triazolam. Die Wirkstoffe unterscheiden sich teils beträchtlich bezüglich ihrer Wirkungsdauer und ihrer muskelentspannenden Eigenschaften.
Fibromyalgiesyndrom (FMS)
Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie Faser-Muskel-Schmerz. Mediziner sprechen meist vom Fibromyalgiesyndrom (FMS). Dabei handelt es sich um eine chronische Schmerzerkrankung, die ohne Entzündungen abläuft. Die Schmerzen treten in mehreren Körperregionen auf und wechseln in ihrer Lokalisation. Typisch für das Fibromyalgiesyndrom sind bestimmte schmerzende Druckpunkte und verschiedene Symptome wie Schlafstörungen, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen, die die Erkrankung begleiten.Das Fibromyalgiesyndrom ist eine Krankheit der Frauen. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen sind weiblichen Geschlechts. Etwa ein bis drei Prozent der Menschen in den westlichen Industrienationen leiden unter der chronischen Schmerzerkrankung. Am häufigsten beginnt das FMS zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Es kann jedoch auch jüngere Menschen betreffen. Irrtümer über das Fibromyalgiesyndrom Immer wieder wird das Fibromyalgiesyndrom zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt und als generalisierter Weichteilrheumatismus bezeichnet. Eine solche Einordnung führt jedoch in die Irre und bedingt falsche Diagnosen und Behandlungen. In der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das FMS unter „Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes andernorts nicht klassifiziert“ im Kapitel Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems geführt. Rheumatismus ist dort eindeutig ausgeschlossen. Ebenfalls nicht ganz richtig ist die Behauptung, das Fibromyalgiesyndrom sei eine psychiatrische beziehungsweise psychosomatische Krankheit. So pauschal lässt sich das nicht sagen. Denn die genauen Ursachen für die Erkrankung sind bis heute ungeklärt. Richtig ist aber, dass das FMS häufig in Zusammenhang mit anhaltendem Stress entsteht und mit seelischen Störungen einhergeht. Aus diesem Grund wird das Fibromyalgiesyndrom zum Teil zu den „anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen“ gezählt. Diese sind definiert als Beschwerden, die über mindestens drei Monate anhalten und den Alltag stark beeinträchtigen, ohne dass eine körperliche Ursache gefunden werden kann. Diagnosestellung und Therapie nicht einfach Das Fibromyalgiesyndrom lässt sich mithilfe von Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren nicht nachweisen. Deshalb gestaltet sich die Diagnosestellung recht schwierig. Häufig haben Betroffene bereits eine Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bevor die Diagnose gestellt wird. Auch die Auswahl der richtigen Therapiemaßnahmen ist nicht leicht. Bei leichten Formen der Erkrankung können eine Patientenschulung und Bewegung bereits ausreichen. In schwereren Fällen ist meist der Einsatz mehrerer verschiedener Therapiemaßnahmen nötig. Dazu gehören beispielsweise Medikamente, Psychotherapie und multimodale Therapien.
Alkoholsucht – Anzeichen, Hilfe, Ratgeber
Sekt zum Anstoßen am Geburtstag oder zum Jahreswechsel, ein Gläschen Wein zum Abendessen – Alkohol gehört in unserer Gesellschaft bei vielen Gelegenheiten einfach dazu. Viele verbinden ihn mit Feiern und Geselligkeit. Die Übergänge vom normalen Alkoholkonsum über Alkoholmissbrauch bis zur Alkoholkrankheit (auch Alkoholsucht, Alkoholabhängigkeit oder Alkoholismus genannt) sind dabei fließend. Alkoholabhängigkeit seit 1968 als Krankheit anerkannt Seit 1968 ist Alkoholabhängigkeit als Krankheit anerkannt. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird in diesem Zusammenhang korrekterweise von alkoholbezogenen Störungen gesprochen. Etwa 1,6 Millionen Deutsche gelten als alkoholkrank. Am häufigsten sind Männer betroffen – bei ihnen stellt Alkoholsucht die häufigste psychische Störung dar. Doch auch unter Frauen und Jugendlichen („Komasaufen“) nimmt der Alkoholkonsum immer mehr zu. Pro Jahr sterben in Deutschland bis zu 74.000 Deutsche an den Folgen von Alkoholkonsum oder einer Kombination aus Alkohol- und Tabakkonsum. Am häufigsten sind Männer mittleren Alters betroffen. Die Wirkung von Alkohol im Körper Wenn wir Alkohol trinken, wird dieser über die Schleimhaut des Verdauungstrakts ins Blut aufgenommen und so im gesamten Körper verteilt. Auf diese Weise gelangt er auch ins Gehirn. Dort beeinflusst er die Informationsübertragung der Nervenzellen. Abhängig von der getrunkenen Menge wirkt der Alkohol entweder anregend und stimmungsaufhellend oder berauschend und reaktionshemmend. Zudem hat Alkohol eine „belohnende“ Wirkung. Diese ist darauf zurückzuführen, dass durch den Alkohol – ähnlich wie bei anderen Suchtmittel – der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt wird. Dopamin ist ein Botenstoff, der für Glücksgefühle sorgt. Die höchste Alkoholkonzentration lässt sich im Blut etwa 45 bis 75 Minuten nach dem Konsum nachweisen. Bei der gleichen Menge Alkohol liegt die Blutalkoholkonzentration bei Frauen höher als bei Männern, weil Männer normalerweise größer und schwerer sind und mehr Körperflüssigkeit haben als Frauen. Pro Stunde kann der Organismus etwa 0,1 bis 0,2 Promille wieder abbauen. Der Abbau des Alkohols findet dabei zu mehr als 90 Prozent in den Zellen der Leber statt und kann durch keine Maßnahme beschleunigt werden. Der Konsum von Alkohol kann körperliche Reaktionen wie Schwindelgefühle, einen erhöhten Puls, erweiterte Blutgefäße und vermehrtes Schwitzen verursachen. Psychische Reaktionen sind zum Beispiel das Senken der Hemmschwelle, etwa für riskantes Verhalten, Verhaltensänderung und Stimmungsschwankungen. Verschiedene Ursachen für die Alkoholkrankheit Für die Entstehung der Alkoholkrankheit gibt es verschiedene Ursachen, wobei nie nur eine Ursache allein zur Alkoholabhängigkeit führt. Sowohl biologische Faktoren wie die Gene, als auch psychologische und soziokulturelle Faktoren spielen eine Rolle. Neben körperlichen Symptomen wie übermäßiges Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen, Zittern und ein unsicherer Gang können bei Alkoholsucht auch psychische Symptome wie Vergesslichkeit, innere Unruhe, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Potenzstörungen auftreten. Langfristig sind durch Alkoholabhängigkeit Folgeerkrankungen wie Leberschädigungen (Fettleber, Leberentzündung, Leberzirrhose), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen), Stoffwechselschädigungen, Krebs oder eine Schädigung des Gehirns möglich. Therapie je nach Art des Alkoholkonsums Je nach Art des Alkoholkonsums werden unterschiedliche Therapieverfahren angewendet. Das reicht von motivierenden Gesprächen bis hin zu medikamentengestützten Therapieverfahren.
Folgeerkrankungen von Alkoholsucht
Durch Alkoholsucht (Alkoholabhängigkeit) kann eine Vielzahl von Folgeerkrankungen auftreten. Hierbei ist zwischen kurzfristigen und langfristigen Folgen zu unterscheiden. Eine der bekanntesten kurzfristigen Folgen ist wohl die akute Alkoholintoxikation, auch als „Rausch“ bezeichnet. Unmittelbare Folgen: Entzugssyndrom und Alkoholdelir Wenn ein Mensch mit Alkoholsucht entweder gewollt oder ungewollt auf Alkohol verzichtet, kommt es zum sogenannten Entzugssyndrom (Prädelir). Es zeigt sich durch charakteristische Entzugserscheinungen wie zum Beispiel Brechreiz, Durchfall, Bluthochdruck, erhöhter Schweißneigung, Schlafstörungen, Zittern (Tremor), Krampfanfällen, innere Unruhe, Schreckhaftigkeit und Wahrnehmungsstörungen. Meist klingt das Entzugssyndrom nach drei bis sieben Tagen wieder ab. Bei manchen Alkoholabhängigen kommt es jedoch zu einem sogenannten Alkoholdelir (Delirium tremens), das einen lebensbedrohlichen Notfall darstellt. Dabei zeigen sich die gleichen Symptome wie beim Entzugssyndrom, jedoch in der Regel in stärkerer Ausprägung. Hinzu kommen Desorientiertheit, Bewusstseinsstörungen sowie optische Halluzinationen, bei denen der Betroffene zum Beispiel kleine Tiere wahrnimmt. Bei einem solchen Delir muss der Patient unbedingt ins Krankhaus eingewiesen werden. Neben diesen eher kurzfristigen Folgen der Alkoholsucht kann es bei den Betroffenen auch zu vielen langfristigen Folgeerkrankungen kommen. Langfristige Folgeerkrankungen der Alkoholsucht: Magenschleimhautentzündung (Gastritis) mit Erbrechen und Übelkeit, Leberschädigungen (Fettleber, Leberentzündung, Leberzirrhose), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen), Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Nervensystems, Schädigung des Gehirns (Schrumpfung des Hirngewebes), Depressionen, Krebs (zum Beispiel der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfs, der Speiseröhre, des Darms, der Leber oder der weibliche Brust) Diese Erkrankungen gehören zu den bekanntesten Folgeerkrankungen der Alkoholsucht. Insgesamt kann Alkohol jedoch ungefähr 60 verschiedene Krankheiten verursachen. Soziale Folgen der Alkoholsucht Alkoholsucht kann nicht nur körperliche Folgen für den Abhängigen haben, sondern auch soziale: Häufig entstehen durch die Alkoholabhängigkeit Probleme in der Familie und am Arbeitsplatz (Leistungsabfall, zunehmende Fehlzeiten bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes). Auch Freunde und Bekannte können sich vom Betroffenen abwenden. Es kommt oft zu Konflikten. Durch Trunkenheitsfahrten passiert es auch häufig, dass Alkoholsüchtige den Führerschein verlieren. Alkohol in der Schwangerschaft kann das Kind schädigen Wichtig ist auch die Tatsache, dass Alkohol nicht nur den Betroffenen selbst schädigen kann. Wenn die werdende Mutter in der Schwangerschaft Alkohol trinkt, kann auch das ungeborene Kind schwerste Schäden erleiden – sowohl körperlich als auch geistig. Dafür genügen bereits kleine Mengen. Denn der Alkohol gelangt über den Mutterkuchen (Plazenta) direkt in den Blutkreislauf des Ungeborenen. Im schlimmsten Fall tritt das sogenannte Fetale Alkoholsyndrom auf: Dabei kommt es nicht nur zu körperlichen Schäden, sondern auch zu bleibenden Entwicklungs- und Verhaltensstörungen. Übrigens: Auch in der Stillzeit kann Alkohol negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.
Heilpflanze Johanniskraut – Wirkung & Anwendung
Das Öl der Heilpflanze Johanniskraut wird zur Behandlung von Wunden, Verbrennungen und Verletzungen eingesetzt. Außerdem hilft sie bei Hexenschuss, Gicht und Rheuma. Johanniskrauttee wird bei Angstzuständen, Depressionen und Stimmungsschwankungen verwendet und wirkt beruhigend. Johanniskraut ist eine ausdauernde, aufrechte, im oberen Teil ästig verzweigte Pflanze. Sie kann bis etwa einen Meter hoch werden. Im Unterschied zu anderen Hypericum-Arten besitzen die Stängel des Johanniskraut zwei Längskanten und im durchscheinenden Licht vielfach perforiert erscheinende Blätter. Die goldgelben Blüten besitzen auffallend lange Staubblätter und sind ebenfalls mit hellen oder dunklen Drüsen durchsetzt. Sie bilden traubig zusammengesetzte Trugdolden.Beim Zerreiben der frischen Blüten tritt ein dunkelroter Farbstoff aus. Das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl und die kurz vor der Blüte geernteten und getrockneten Zweigspitzen (Kraut) werden medizinisch verwendet.Deutscher Name: Johanniskraut Botanischer Name: Hypericum perforatum Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)Blütezeit: Juni bis SeptemberHerkunft: Europa und das westliche Asien Anwendungsgebiete von Johanniskraut Wunden, Verbrennungen, Verletzungen, Hexenschuss, Gicht, Rheuma, Angstzustände, Depressionen, Stimmungsschwankungen Ölige Zubereitungen aus Johanniskraut (Rotöl) werden äußerlich zur Behandlung von leichten Verbrennungen und kleineren Verletzungen eingesetzt. Ebenso wurde das Öl bei Neurodermitis, einer entzündlichen Hauterkrankung, in ersten Untersuchungen positiv getestet. Daher gibt es Cremes und Lotionen zur unterstützenden Neurodermitis-Behandlung. Anwendungsdauer:Johanniskraut beeinflusst vor allem die Begleitsymptome einer Depression wie Schlafstörungen, Nervosität und so weiter positiv und wirkt stimmungsaufhellend. Die Wirkung tritt aber erst allmählich ein. Bemerkt man nach einer Anwendung von zwei bis vier Wochen keine Besserung, sollte unbedingt ein Arzt zur weiteren Abklärung der Beschwerden aufgesucht werden. Dosierung und Anwendung von Johanniskraut Tee:2 Teelöffel Johanniskraut mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen und nach zehn Minuten abseihen. Regelmäßig morgens und abends 1-2 Tassen frisch zubereiteten Tee trinken. Anmerkung: die Teezubereitung enthält die Wirkstoffe vermutlich nicht in ausreichender Menge. Deshalb wären Fertigpräparaten mit standardisierten Extrakten vorzuziehen. Fertigarzneimittel:Die Schwellendosis für eine antidepressive Wirkung wird auf 300 Milligramm Extrakt täglich geschätzt, empfohlen werden 500 bis 1000 Milligramm Extrakt täglich. Äußerlich: Salben ein- bis zweimal täglich auftragen. Wirkungen Genutzt wird die ganze Pflanze außer der Wurzel. Sie enthält zu 0,1 bis 0,3 Prozent rote Farbstoffe (Naphthodianthrone) wie Hypericin und Pseudohypericin und zu 0,2 bis 4 Prozent Phloroglucinderivate, besonders Hyperforin. Daneben Flavonoide und Procyanidine.Johanniskraut-Extrakte greifen in die Regulierung von Botenstoffen im Zentralnervensystem ein und unterstützen deren Aufgaben. Dadurch wirken die Auszüge beruhigend, stimmungsaufhellend und vermindern Angstzustände. Neben Hyperforin tragen wohl auch Hypericin, Flavonoide und Biflavone zu diesen Effekten bei. Der Gehalt an einzelnen Inhaltsstoffen ist stark abhängig vom Entwicklungsstand der Pflanze und der Lichtexposition. So ist zum Beispiel der Gehalt an Hypericin in Blüten und Knospen am höchsten, der Gehalt an Hyperforin dagegen in den reifen Früchten. Hinweis Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Arzneistoffen abschwächen. Dies gilt zum Beispiel für Mittel nach Organtransplantationen oder gegen HIV, für Blutgerinnungshemmer und die Antibabypille.Kinder, Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme verzichten.Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlicher machen, deshalb nicht anwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit, bei heller Haut und bei Sonnenbädern einschließlich Besuche in Solarien!Nicht anwenden bei Verdacht auf schwere Depression, da Johanniskraut hier nicht wirksam ist!Anwendungsdauer: Wie bei anderen Antidepressiva tritt die stimmungsaufhellende Wirkung erst allmählich ein. Es ist eine Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Bemerkt man nach zwei bis vier Wochen keine Verbesserung der Beschwerden, so ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.Selten können Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten.
Wurmerkrankungen – Symptome und Therapie
Würmer – medizinisch als Helminthosen bezeichnet – gehören zu den Parasiten. Es gibt einige Wurmarten, die auch den Menschen befallen können. In Europa können das Madenwürmer (Oxyuren), Spulwürmer (Ascariden) oder Bandwürmer (Zestoden) sein. Die Ansteckung erfolgt etwa über mit Eiern verunreinigte Lebensmittel (zum Beispiel rohes beziehungsweise halbgares Fleisch) oder Gegenstände beziehungsweise Finger, die anschließend in den Mund genommen werden. Auf diese Weise gelangen die Eier in den Verdauungstrakt.In tropischen Gebieten kann es außerdem zu einer Infektion mit Fadenwürmern – sogenannten Filarien – kommen. Die als Filariosen bezeichneten Wurmerkrankungen werden durch unterschiedliche Arten von Fadenwürmern verursacht. Diese können sich unter der Haut, im Bindegewebe oder in Blut- und Lymphgefäßen festsetzen. Filariosen werden meist durch Mücken- oder Bremsenstiche übertragen. Der sogenannte Medinawurm, Auslöser der Dracontiasis, die mit Geschwürbildung einhergeht, verbreitet sich über das Trinkwasser. Symptome und Krankheitsverlauf bei Wurmerkrankungen Es können aufgrund der verschiedenen Infektionsarten unterschiedliche Beschwerden und Krankheitsbilder auftreten. Infektionen mit Madenwürmern verlaufen normalerweise harmlos – und oft unbemerkt. Denn außer einem Jucken am Po, verursacht durch am After abgelegte Eier, zeigen sich meist keine Beschwerden. Möglich sind außerdem durch das nächtliche Jucken bedingte Schlafstörungen sowie Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.Beschwerden, die bei einem Befall mit Spul- und Bandwürmern auftreten können, sind beispielsweise Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Übelkeit, Husten, Atembeschwerden, Fieber, Kopfschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein. Bei Spulwürmern kann es in schweren Fällen auch zu einer Blinddarmentzündung oder einem Darmverschluss kommen. Besonders gefährlich können der Hundebandwurm (Echinoccocus granulosus) und der Fuchsbandwurm (Echinoccocus alveolaris) werden: Ihre Larven können in Gehirn, Lunge und Leber eindringen – das kann zum Beispiel zu einem tödlichen Leberversagen führen. Tückisch: Zwischen Infektion und den ersten Krankheitssymptomen können zehn Jahre vergehen.Bei Infektionen mit Fadenwürmern treten wiederum andere Symptome auf: So schwellen bei einer Lymphatischen Filariose – auch Elephantiasis genannt und durch Wuchereria bancrofti oder malayi hervorgerufen – Gliedmaßen, Genitalien und auch andere Körperteile grotesk an. Der Grund: Die Fadenwürmer verstopfen die Lymphgefäße, wodurch der Lymphabfluss behindert wird. In einem anderen Fall treten durch die sogenannte Flussblindheit (Onchozerkose, durch Onchocerca volvulus ausgelöst) Hautknoten und andere Hautveränderung auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Augenstörungen und Blindheit kommen. Diagnose und Behandlung bei Wurmerkrankungen Manche Wurmarten wie etwa Spulwürmer lassen sich mithilfe einer Stuhlprobe nachweisen. Eine weitere Möglichkeit ist, mit einem gewöhnlichen Klebestreifen einen Abstrich von der Afterhaut zu nehmen. Dieser lässt sich anschließend unter dem Mikroskop auf mögliche Wurmeier untersuchen. Der Hunde- beziehungsweise Fuchsbandwurm lässt sich mithilfe einer Blutuntersuchung und Ultraschall nachweisen.Konnte der Arzt feststellen, um welche Wurmart es sich handelt, setzt er gezielt Medikamente zur Abtötung der Parasiten und deren Larven im Körper ein. Die toten Würmer und Larven werden dann einfach ausgeschieden. Beim Hunde- oder Fuchsbandwurm kann eine Operation erforderlich sein.Bei Filariosen kann es auch zu offenen Wunden kommen. Diese werden mit ausreichender Hygiene und Desinfektion behandelt, um eine weitere bakterielle Infektion zu verhindern. Zudem können Druckbandagen zur Minderung von Schwellungen angelegt werden. Wurmerkrankungen vorbeugen Es gibt keine Schutzimpfung gegen Wurmerkrankungen. Jedoch lässt sich durch bestimmte andere Maßnahmen vorbeugen: Mehrmals täglich – vor allem vor dem Essen und nach dem Stuhlgang – die Hände waschen, Salat, Gemüse und Obst immer gründlich waschen, Fleisch und Fisch möglichst nicht roh oder halbgar essen, Haustiere regelmäßig entwurmen, Spielsachen von Kindern, die sie auch im Freien benutzen, regelmäßig mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine reinigen In den Tropen hilft als Prävention zum einen ein effektiver Mückenschutz: Dazu zählt das Tragen von langen Oberteilen und Hosen sowie ein geeignetes Mückenschutzmittel für die Haut. Ein Moskitonetz für das Bett ist empfehlenswert. Zum anderen eine gründliche Wasserhygiene: Verwenden Sie Wasser nur aus abgepackten und ungeöffneten Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel im Getränk. Das Baden in ausgewiesenen Filariosegebieten sollten Sie unterlassen.
Schilddrüsenerkrankungen – Symptome
Funktionsstörungen der Schilddrüse oder ein Kropf können lange Zeit keine oder nur unspezifische Symptome aufweisen: Haarausfall, Stimmungsschwankungen und Verdauungsprobleme können Anzeichen für eine Schilddrüsenerkrankung sein – genau wie für viele andere Krankheiten. An eine Störung der Schilddrüse denkt der Betroffene oft nicht sofort, wenn sich das Haupthaar lichtet oder die Stimmung am Boden ist. Deshalb ist es wichtig, das Spektrum der Warnzeichen genau zu beobachten und dem Arzt so früh wie möglich mitzuteilen. Nur dann kann dieser eine Schilddrüsenerkrankung als Ursache abklären. Jodmangel oder eine Autoimmunreaktion führen zu verschiedenen Erkrankungen Die in der Schilddrüse gespeicherten Jodvorräte reichen etwa zwei Monate lang zur Bildung der Hormone T3 und T4 aus. Steht der Schilddrüse längerfristig zu wenig Jod zur Hormonproduktion zur Verfügung, versucht der Körper, dieses Defizit durch eine Zunahme des Drüsengewebes auszugleichen, um die Hormonproduktion konstant zu halten. Der Jodmangel führt so zu einer Vergrößerung der Schilddrüse, im Volksmund „Kropf“, in der Fachsprache „Struma“ genannt. Der Kropf verursacht zunächst in der Regel keine Beschwerden, gelegentlich ein lokales Druck- oder Engegefühl und leichte Schluckbeschwerden. Langfristig kann er jedoch die Luft- und Speiseröhre einengen oder auf die Halsvenen drücken. Meist tritt bei einem Kropf zunächst keine Funktionsstörung der Schilddrüse auf. Die Produktion der Schilddrüsenhormone kann aber bei sehr starkem Jodmangel auch absinken und zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Diese wird jedoch in den meisten Fällen von einer Autoimmunerkrankung verursacht. Symptome sind unter anderem eine Störung des Wohlbefindens, Antriebsschwäche, Konzentrationsschwäche und andauerndes Frieren, langfristig auch Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Depressionen oder Unfruchtbarkeit. Andererseits können bestimmte Areale in einer Struma sich der Steuerung durch das Hormon TSH aus der Hirnanhangsdrüse entziehen und Hormonmengen produzieren, die unabhängig vom Bedarf sind – ein sogenannter „heißer Knoten“ oder autonomes Adenom entsteht. Neben der Schilddrüsenautonomie kann auch noch die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sein. Angstzustände, Schweißausbrüche und plötzliches Abmagern weisen auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin. Wenn in manchen Gewebeanteilen einer vergrößerten Schilddrüse hingegen keine Hormonproduktion mehr stattfindet, wird das als „kalter Knoten“ bezeichnet. In seltenen Fällen werden in einem solchen Gewebebereich krebsartige Veränderungen entdeckt: ein Schilddrüsenkarzinom. Schilddrüse ist oft schuld an unerfülltem Kinderwunsch Auch bei unerfülltem Kinderwunsch können die Schilddrüsenhormone eine Rolle spielen. Sie beeinflussen die Hormonproduktion der Eierstöcke sowie der Hoden. Rund ein Drittel aller unerfüllten Kinderwünsche werden von einer – häufig unentdeckten – Schilddrüsenfehlfunktion bei der Frau verursacht. Sind die oft nur sehr kleinen Abweichungen des TSH-Wertes behoben, werden die betroffenen Frauen meist schnell schwanger. Beim unerfüllten Kinderwunsch ist es daher sinnvoll, dass beide Partner ihre Schilddrüsenfunktion untersuchen lassen. Typische Symptome im Überblick Mögliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion: Müdigkeit, verlangsamte Reflexe, Frieren, allgemeiner Leistungs- und Konzentrationsabfall, Verstopfungen und Gewichtszunahme, blasse und trockene Haut, brüchige Nägel, struppige Haare oder Haarausfall Mögliche Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion: Gewichtsabnahme, Herzrasen oder Herzrhyhtmusstörungen, Reizbarkeit, Angststörungen, übermäßiges Schwitzen, bei Morbus Basedow zusätzlich: vergrößerte Schilddrüse, erhöhte Herzschlagfrequenz, hervortretende Augen