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Schwangerschaft/Geburt – Vitamin B
B-Vitamine zählen zu den wasserlöslichen Vitaminen. Mutter und Kind brauchen sie für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Vitamin B1 (Thiamin) in der Schwangerschaft Vitamin B1 (Thiamin) benötigt der Körper bei der Verdauung, zur Gewinnung von Energie aus der Nahrung, im Kohlenhydratstoffwechsel und für Herz und Nieren. Der Bedarf an Vitamin B erhöht sich in der Schwangerschaft um mindestens 20 Prozent, manche Experten gehen sogar von bis zu 50 Prozent aus. Ein Vitamin-B-Mangel kann entstehen, wenn eine Schwangere vorzugsweise Produkte aus Weißmehl isst, besonders in Kombination mit Zucker – also beispielsweise Brötchen mit Schokoaufstrich oder Kuchen. Einem Mangel an Vitamin B1 lässt sich zum Beispiel mit Sonnenblumenkernen, Nüssen, Weizenkeimen, Naturreis und Kartoffeln vorbeugen. In der Schwangerschaft ist die zusätzliche Einnahme eines Vitaminpräparats speziell für Schwangere empfehlenswert. Vitamin B2 (Riboflavin) in der Schwangerschaft Vitamin B2 (Riboflavin) ist für Haut und Haare, die Bildung von Blutzellen sowie für das Nervensystem wichtig. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Vitamin B2. Decken lässt er sich mithilfe von Fisch, dunklem Blattgemüse, Eiern, Milch und Milchprodukten. Vitamin B6 (Pyridoxin) in der Schwangerschaft Der Organismus benötigt Vitamin B6 (Pyridoxin) für ein funktionierendes Immunsystem, Herz, Muskeln und Nerven. Der Bedarf an Vitamin B6 steigt in der Schwangerschaft ungefähr auf das Anderthalbfache an – von 1,2 Milligramm auf 1,9 Milligramm pro Tag. Das Vitamin steckt zum Beispiel in Bananen, Walnüssen, Vollkornprodukten, Karotten, Sojabohnen, grünem Gemüse, Fleisch und Fisch. Vitamin B12 (Cobalamin) in der Schwangerschaft Vitamin B12 (Cobalamin) hebt die Stimmung, außerdem wird es von Gehirn und Nervensystem, roten Blutkörperchen und Knochen benötigt. In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf etwas. In den meisten Fällen gelingt es nicht, den Vitamin-B12-Bedarf des Körpers durch eine rein pflanzliche Ernährung zu decken. Viel Vitamin B12 ist vor allem in Fleisch, Fisch und Eigelb sowie Leber enthalten. Allerdings sollten werdende Mütter Leber, Leberwurst und Leberpastete – besonders während der ersten drei Schwangerschaftsmonate – nur ausnahmsweise essen. Denn ein zu häufiger Verzehr kann zu einer Überdosierung von Vitamin A führen, das ebenfalls in Leber enthalten ist, und so dem Ungeborenen schaden. Niacin in der Schwangerschaft Niacin zählt ebenfalls zu den B-Vitaminen. Früher wurde es auch Vitamin B3 genannt. Folgen eines Mangels an Niacin können beispielsweise Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrtheit sein. Frauen wird in der Schwangerschaft eine vermehrte Aufnahme dieses B-Vitamins empfohlen. Viel Niacin ist zum Beispiel in Geflügel, Fisch, Eiern, Nüssen und Bierhefe enthalten.
Symptome und Anzeichen einer Depression
Die Anzeichen einer Depression können sehr unterschiedlich sein, wodurch die Gefahr einer Fehldiagnose durch den Therapeuten groß ist: Die Symptome der Depression betreffen nämlich nicht immer nur das Gefühlsleben, sondern können sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise äußern.  Neben andauernder gedrückter Stimmung, Ängsten, Sorgen oder Verzweiflung können körperliche Leiden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Haarausfall oder schwere Atmung die ersten Anzeichen sein. Neben diesen Schwierigkeiten, eine Depression zu erkennen, werden viele Depressionen nicht erfasst, weil die Betroffenen sich schämen, mit ihren Symptomen zum Arzt zu gehen. Die drei Hauptsymptome AntriebslosigkeitMenschen mit einer Depression sind kraftlos, ergreifen nicht mehr die Initiative, sie sind rasch erschöpft, manchmal apathisch, Antrieb und Schwung fehlen. Jede Bewegung scheint zu viel zu sein. Selbst alltägliche Verrichtungen erfordern größte Anstrengung. Typisch ist das sogenannte „Morgentief“. NiedergeschlagenheitDie Stimmung ist bei einer Depression herabgesetzt, schwermütig, alles scheint trostlos und ohne Sinn zu sein. Es dominieren Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und inneren Leere. InteresselosigkeitDas Interesse für Dinge und Tätigkeiten, die früher eine Bedeutung hatten, geht verloren. Die Betroffenen vermeiden soziale Kontakte, stellen Hobbys ein, können ihre Arbeit nicht mehr bewältigen und ziehen sich ins Bett zurück. Oft kommt es zu einer völligen Gleichgültigkeit. Depressive Menschen klagen oft über eine „Leere im Kopf“. Ein wichtiger Hinweis auf eine Depression ist die Aussage: „Ich habe an nichts mehr Freude“. Als weiteres Symptom ist die Mimik und Gestik bei vielen Patienten wie erstarrt, die Stimme leise und monoton. Neben den drei Hauptsymptomen der Depression gibt es noch viele weitere Symptome, die man als Nebensymptome bezeichnet und die für die Einteilung des Schweregrades einer Depression wichtig sind. Nebensymptome können sowohl das seelische als auch das körperliche Befinden betreffen. Seelische Symptome der Depression AngstEin weiteres Symptom der Depression ist die Angst. Depressive Menschen leiden häufig unter Angstzuständen bis hin zu Panikattacken. Häufig bestehen Trennungs- und Verlustängste, Angst zu versagen, Angst vor der Zukunft oder Angst vor sozialen Kontakten. Aufgaben, die früher mühelos bewältigt wurden, scheinen die Betroffenen nun nicht mehr gewachsen zu sein. Eine Angst vor Verarmung kann sich beispielsweise bis zu einem Verarmungswahn steigern. Gefühl der inneren LeereAlle Empfindungen scheinen abgestorben zu sein, die Betroffenen fühlen sich leer, ausgebrannt, wie versteinert. Viele sind unfähig, zu trauern oder zu weinen. Depressive Menschen klagen oft über ein „Gefühl der Gefühllosigkeit“ und die Unfähigkeit überhaupt noch Gefühle empfinden zu können („Ich bin wie versteinert.“). Antriebssteigerung und innere UnruheDepressionen können sich auch durch Symptome wie Unruhe, Nervosität, „unter Strom stehen“ und Rastlosigkeit (Fachausdruck: Agitiertheit, agitierte Depression) äußern. Einige Patienten laufen unruhig, verzweifelt und wie getrieben umher. PessimismusProbleme werden überbewertet, es werden nur noch die negativen Seiten gesehen. Die Betroffenen sind oft ratlos, verzagt, pessimistisch. Mangelndes Selbstwertgefühl und SelbstvertrauenBetroffene entwickeln als Symptom der Depression in vielen Fällen eine pessimistische Einstellung gegenüber sich selbst, den eigenen Fähigkeiten, dem eigenen Aussehen oder der Zukunft. Für depressive Menschen scheint nicht nur die Umwelt grau in grau, auch das Selbstbewusstsein und die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten geht verloren. Die Betroffenen leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen und einer allgemeinen Unsicherheit, oft verbunden mit starker Grübelneigung. Beeinträchtigtes ZeitgefühlEin weiteres Symptom ist oft ein gestörtes Zeiterleben, die Zeit scheint nicht zu vergehen, es fehlt das innere Bild für Zeitabläufe. Körperliche Symptome der Depression Depressionen können mit vielfältige körperliche (somatische) Begleiterscheinungen einhergehen. Nicht selten konzentrieren sich die Betroffenen sehr stark auf diese körperlichen Beschwerden und vermuten hinter den Symptomen eine organische Erkrankung. Schlafstörungen Die häufigsten und oft ersten Symptome einer Depression sind meist Schlafstörungen. Typisch sind Ein- und Durchschlafstörungen, ein insgesamt unruhiger Schlaf und frühes Erwachen mit einer bleiernen Müdigkeit am Tag. Kopfschmerzen Gelegentlich klagen depressive Menschen über Kopfschmerzen beziehungsweise einen Kopfdruck, der sich wie „ein stählernes Band um den Kopf legt“. Die dumpfen drückenden Schmerzen ähneln den Symptomen des Spannungskopfschmerzes. Appetitlosigkeit Depressive Menschen haben häufig keinen Appetit. Durch die eingeschränkte Nahrungszufuhr ist ein Gewichtsverlust von zehn und mehr Kilogramm innerhalb kürzester Zeit keine Seltenheit, die Betroffenen sehen dadurch oft krank aus. Sowohl der Arzt als auch der Patient konzentrieren sich dann häufig auf die Suche nach der körperlichen Ursache der Appetitlosigkeit. „Ich bekomme keinen Bissen mehr herunter,“ ist eine geläufige Aussage der Patienten. Heißhunger Sehr viel seltener als Appetitlosigkeit kann auch starker Heißhunger ein Symptom einer Depression sein. Magen- und Darmstörungen Viele Depressive klagen über Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Aufstoßen, Schmerzen in der Magengrube, Druck- und Völlegefühl werden beschrieben. Außerdem können sowohl Verstopfung als auch Durchfall zu den Symptomen einer Depression gehören. Alle Magen-Darm-Störungen können sowohl durch die Erkrankung als auch durch Medikamente gegen die Depression (Antidepressiva) hervorgerufen werden. Beschwerden von Herz, Kreislauf und Lunge Kreislaufstörungen, Schwindel, Stechen oder Druckgefühl in der Herzgegend, Engegefühl in der Brust, Atemnot sind Symptome, über die gelegentlich im Zusammenhang mit einer Depression geklagt wird. Sexualität Bei fast allen Betroffenen führt die Erkrankung zu einem nachlassenden Interesse an der Sexualität (Libido). Viele Depressive klagen auch über Erektionsstörungen, Trockenheit der Schleimhäute oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Sonstige Beschwerden Trockene Schleimhäute, starkes oder vermindertes Schwitzen, Kloßgefühl im Hals, Verspannungen, Rücken- und Muskelschmerzen, Störungen der Tränensekretion („tränenlose Trauer“) können ebenfalls zu den Symptomen einer Depression gehören.
Verantwortungsvolle Medikamenteneinnahme im Alter
Nur wer um die Risiken einer schlecht abgestimmten Medikation weiß, wird seinen Umgang mit Medikamenten überdenken. Ohne die Mitwirkung des Patienten kann der Arzt die medikamentöse Therapie trotz noch so großer Umsicht nicht sicher gestalten. Wichtig ist es, dem behandelnden Arzt alle Medikamente und Arzneimittel zu nennen – auch die, die nicht rezeptpflichtig sind. Außerdem sollte er über alle Veränderungen und Beschwerden in Kenntnis gesetzt werden, die der Patient bemerkt. Falls Nebenwirkungen auftreten, müssen diese mitgeteilt werden. Der behandelnde Arzt wird die Einnahmevorschriften anpassen oder gegebenenfalls abändern. Bei Fragen zu einem Medikament oder zur Medikamenteneinnahme sollte der Patient auf jeden Fall nachfragen und um eine für ihn verständliche Erklärung bitten. Medikamenteneinnahme: Mitarbeit des Patienten ist gefragt Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Mitarbeit des Patienten: Auch eine gut angepasste Arzneimitteltherapie bleibt ohne Erfolg, wenn die Medikamente unregelmäßig oder gar nicht eingenommen werden. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt ist daher genauso wichtig wie die Umsicht und das Wissen des Arztes. Zu warnen ist besonders vor der sorglosen Mitbenutzung von Medikamenten anderer Familienmitglieder. Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente ohne vorherige Absprache mit dem behandelnden Arzt einzunehmen, kann zu bedrohlichen Neben- und Wechselwirkungen führen – zum Beispiel wird durch die Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln oftmals die Wirkung von Blutdruckmedikamenten abgeschwächt, so dass gefährliche Blutdruckanstiege auftreten können. Missbrauch von Medikamenten und Arzneimittelsucht Nicht nur die unregelmäßige, sondern auch die übermäßige Einnahme von Medikamenten kann im Alter ein Thema sein. Besonders häufig finden sich Abführmittel auf dem Medikamentenplan älterer Menschen. Denn mangelnde Bewegung, die Einnahme vieler verschiedener Medikamente und nicht ausreichendes Trinken können zu Schwierigkeiten beim Stuhlgang führen. Viele ältere Menschen leiden unter anderem an Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, Ängsten oder Verspannungen. Häufig sind die Ursachen psychische Probleme. Etliche der dagegen verschriebenen Medikamente können abhängig machen. Dazu gehören: Beruhigungs- oder Schlafmittel, Antidepressiva, Neuroleptika Hilfe durch Angehörige Angehörige kennen den Patienten und seine Lebensumstände oft besser als der Arzt und können dem Arzt zusätzliche Informationen geben. Sie können auch auf Probleme oder Geschehnisse aufmerksam machen, über die der Patient selbst nicht mit seinem Arzt sprechen möchte oder die er selbst für nicht so wichtig erachtet.  Angehörige können mit darauf achten, ob Probleme im Zusammenhang mit Medikamenten auftreten und oft auch helfen, sie zu lösen: Sie können zum Beispiel bei Verständnisschwierigkeiten oder Sehschwäche Texte aus dem Beipackzettel vorlesen und erklären oder bei der Entnahme von kleinen Tabletten aus der Packung behilflich sein. Sie können die Tabletten für den nächsten Tag oder die Woche bereitstellen und das Verfallsdatum der Medikamente prüfen.   Auf keinen Fall sollten sie eigenmächtig die Medikamente und die Einnahmevorschriften des Arztes verändern. Bei freiverkäuflichen Medikamenten sollten Angehörige Beipackzettel und Anwendungsbeschreibung aufmerksam lesen und den Patienten auffordern, sich daran zu halten. Wenn Fragen aufkommen, die nicht direkt geklärt werden können, sollten diese gemeinsam mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Wechseljahre – Ratgeber
Mit den Wechseljahren (Klimakterium) steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Deshalb ist eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und wenig Fett für Frauen im Klimakterium sehr wichtig. Idealerweise sollten mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren einen Großteil des aufgenommenen Fetts bilden. Von Hungerkuren ist dagegen in und nach den Wechseljahren besonders abzuraten. Sie sind nicht nur schlecht für die Figur, weil Muskelmasse abgebaut und der Körper dadurch schlaffer wird – sie erhöhen auch die bereits bestehende Osteoporose-Gefahr noch weiter. Einige Verhaltensregeln, die Sie in unserem Ratgeber finden, helfen dagegen beim gesunden Abnehmen in den Wechseljahren. Ernährung und Abnehmen in den Wechseljahren Ernährt sich eine Frau ausgewogen, deckt sie ihren Vitamin- und Mineralstoffbedarf in der Regel mit der Nahrung ab. Leidet sie aus irgendwelchen Gründen an einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen – im Volksmund auch Vitalstoffe genannt – können eventuell Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. In den Wechseljahren sind beispielsweise Kalzium und Vitamin D sehr wichtig. Allerdings kann man diese über eine gesunde Ernährung und beispielsweise Spaziergänge im Sonnenlicht (für die Vitamin-D-Zufuhr) aufnehmen. Mit der richtigen Ernährung können Frauen auch in den Wechseljahren gesund abnehmen.Rauchen in den Wechseljahren lässt das Risiko für Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall um das Dreifache steigen. Außerdem erhöht der Tabakkonsum das Osteoporose-Risiko weiter. Ein Rauchstopp lohnt sich zu jedem Zeitpunkt im Leben: Das Risiko für Infarkte sowie für Erkrankungen der Herzkranzgefäße sinkt sehr schnell. Sport und Bewegung gegen die Beschwerden im Klimakterium Wirksam gegen die Beschwerden in den Wechseljahren ist auch Sport: Sporttreibende Frauen leiden seltener unter Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Bewegung wirkt beruhigend auf das Nervensystem, positiv auf Knochen und Gefäße und senkt das Brustkrebsrisiko. Ausdauersport hat großen Nutzen für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, Krafttraining hilft dagegen beim Muskelaufbau, der die Knochen stabilisiert und Osteoporose vorbeugt. Training für die Gefäße stellen darüber hinaus Kneippgüsse dar. Sie können die Symptome der Wechseljahre lindern. Die Temperaturreize helfen bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen im Klimakterium und härten gegen Stress ab. Auch Wechselgüsse sind empfehlenswert. Sexualität und Psyche in den Wechseljahren Mit dem Problem erkalteter Leidenschaft haben viele Paare nach langjähriger Beziehung zu kämpfen – auch und vor allem während und nach den Wechseljahren der Frau. Erfolgversprechend kann dann eine sexualmedizinische Behandlung durch einen Sexualtherapeuten sein. Die Beschwerden in den Wechseljahren sind durch hormonelle Veränderungen bedingt. Dennoch kann die Ausprägung der Symptome auch eine Frage der Konstitution der Psyche und der inneren Einstellung sein. Selbstbewusste Frauen haben es meist leichter, denn viele Frauen fühlen sich in den Wechseljahren nicht mehr so schön und begehrenswert. Sie spüren eine nachlassende Aufmerksamkeit ihrer Umgebung. Dieses Gefühl hinterlässt Spuren: die Wechseljahresbeschwerden können ausgeprägter ausfallen oder es können psychische Beschwerden auftreten. In Selbsthilfegruppen finden Betroffene Hilfe Selbsthilfegruppen können Frauen in den Wechseljahren helfen, da sie dort offen reden können und nicht mehr das Gefühl haben, mit ihren Problemen alleine zu sein. Medizinische Themen wie die Hormonersatztherapie (HET) können hier genauso diskutiert werden wie Themen aus Partnerschaft und Beruf. In unserem Ratgeber lesen Sie ein interessantes Interview mit Evelin Witte, die eine Gruppe für Wechseljahresprobleme besucht hat und von ihren Erfahrungen berichtet. Klimakterische Symptome sind zudem abhängig von kulturellen Faktoren. In Thailand und Nordindien beispielsweise freuen sich Frauen auf die Wechseljahre, weil sie dann keine Kinder mehr gebären müssen. Sie haben dadurch auch weniger Wechseljahrbeschwerden.In unserem Ratgeber finden Sie hilfreiche Adressen und Links zum Thema Wechseljahre. Außerdem enthält der Ratgeber ein Lexikon mit allen wichtigen Begriffen rund um das Thema Klimakterium.
Wechseljahre – Gesprächsgruppen
Für Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) können spezielle Gesprächsgruppen eine gute Hilfe sein. Denn: Für manche Frauen sind die Wechseljahre eine echte Krisenzeit. In den Wechseljahren nicht allein „Viele Frauen um die 50 fühlen sich ausgegrenzt. Sie finden es schwierig, irgendwo rein zu kommen – und dann haben sie obendrein noch mit körperlichen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen zu tun“, sagt Marlene Neske, Sozialpädagogin und Psychodramaleiterin, die am Frauenklinikum der Universität Freiburg die Gesprächsgruppe „Frauen in den Wechseljahren“ mit gegründet hat. Es sind keine zurückgezogenen, schüchternen Frauen, die die Freiburger Gesprächsgruppe besuchen: Viele Teilnehmerinnen arbeiten – zum Beispiel als Lehrerin oder Apothekerin. Trotzdem fehlt ihnen jemand, mit dem sie über das Thema Wechseljahre sprechen können. „Manche Frau denkt darum zunächst, sie sei die Einzige, die Probleme mit den Wechseljahren habe“, meint die 50-Jährige. Vorherrschende Themen in der Gesprächsgruppe: Partnerschaft und Beruf Auf dem Programm der Freiburger Gesprächsgruppe stehen medizinische Themen wie die Hormonersatztherapie und alternativen Behandlungsformen. Doch für die meisten Teilnehmerinnen sind dies Randinteressen. „Wo stehe ich jetzt? Wo möchte ich hingehen? Diese Fragen sind für die Frauen viel drängender“, sagt Neske. Auf der Tagesordnung finden sich deshalb auch Themen wie Partnerschaft, Berufsperspektiven, Ablösung von den Kindern und Umgang mit den eigenen, eventuell schon pflegebedürftigen Eltern. „Die Frauengruppe hat mir Mut gemacht“ Spezielle Gesprächsgruppen für Wechseljahresprobleme mögen bei mancher Frau auf Skepsis stoßen. Handelt es sich nicht nur um Kaffeekränzchen? Diesen Verdacht kann Evelin Witte, die eine Gesprächsgruppe des Frauenklinikums der Universität Freiburg besucht hat, nicht unterstützen: Die Gespräche mit anderen Frauen haben ihr geholfen, manches Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen. Kirsten Gaede von der Forschungsgruppe Geriatrie des Evangelischen Geriatriezentrums in Berlin (EGZB) sprach mit der 50-jährigen alleinerziehenden Mutter. EGZB: Frau Witte, warum haben Sie die Gesprächsgruppe „Frauen in den Wechseljahren" besucht?Witte: Ich musste mit Ende 40 wegen Fingerarthrose meinen Job als Datentypistin in einer Zeitarbeitsfirma aufgeben. Es hat mich interessiert, wie Altersgenossinnen eine solche Phase des Umbruchs meistern. Ich wollte auch wissen, wie andere Alleinerziehende zum Beispiel mit einem pubertierenden Jungen umgehen. Hinzu kam noch, dass ich relativ neu in Freiburg war und Kontakte knüpfen wollte. Die typischen Wechseljahresbeschwerden spielten bei Ihnen keine Rolle?Nein, sie waren für mich nie ein Thema. Ich bin schon mit 43 in die Wechseljahre gekommen und habe kaum unter Beschwerden gelitten. Für mich gehörten die Wechseljahre mit ihren körperlichen Veränderungen einfach zum Lebensalltag. Was hat Ihnen besonders an der Gesprächsgruppe gefallen?Wir haben jedesmal sehr konzentriert an einem speziellen Thema gearbeitet. Es war wie eine Weiterbildung: Auch Frauenärzte und Heilpraktiker hielten Vorträge. Aber es ging natürlich nicht nur um medizinische Aspekte der Wechseljahre. An einem Abend hat jede von uns ihre Biografie vorgetragen und die Frage zu beantworten versucht, welche Ziele wir noch verwirklichen wollen. Was hat die Gesprächsgruppe bei Ihnen bewirkt?Ich habe wieder näher hingeschaut und mich nach meinen Perspektiven gefragt: Ich hatte schon immer den Traum, mich mit einem Angebot für Lebensbegleitung selbstständig zu machen. Dass ich ihn jetzt tatsächlich verwirklicht habe, dazu hat sicherlich auch die Gesprächsgruppe beigetragen. Sie hat mir Mut gemacht und war also auf gewisse Weise ein Meilenstein auf meinem Weg in die Selbstständigkeit. Ach ja und ganz wichtig: Seit ich die Gesprächsgruppe besucht habe, gehe ich dreimal die Woche in ein Fitnessstudio für Frauen – dass ich so viel Selbstdisziplin aufbringe, hätte ich nie gedacht. Gesprächsgruppen in Ihrer Nähe Sie suchen eine Gesprächsgruppe für Frauen in den Wechseljahren in Ihrer Nähe? Dann wenden Sie sich an die spezialisierten Organisationen, die Sie auf unserer Seite „hilfreiche Adressen und Links“ finden. Diese helfen Ihnen gerne weiter. Zur Seite hilfreiche Adressen und Links.
Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren
Vor der letzten Monatsblutung (Menopause) können Wechseljahresymptome in Form von Unregelmäßigkeiten in der Menstruation auftreten: schwache Regelblutungen (Hypomenorrhoe), starke Regelblutungen (Hypermenorrhoe), verlängerte Menstruation (Menorrhagie), Schmierblutungen vor und nach der eigentlichen Menstruation, verkürzte Zyklen unter 25 Tagen (Polymenorrhoe), verlängerte Zyklen über 35 Tage (Oligomenorrhoe), Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö) Die bekanntesten Symptome in den Wechseljahren (Klimakterium) sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Über 70 Prozent der Frauen leiden unter den sogenannten vasomotorischen Störungen – das heißt, die Gefäße reagieren in den Wechseljahren nicht mehr angemessen auf bestimmte äußere Reize. Diese Symptome sind allerdings vorübergehend. Sie werden nach Ende des Klimakteriums immer seltener. Dies gilt auch für andere typische Beschwerden in den Wechseljahren wie: Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen (meistens aufgrund von Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen), Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit und Aggressionen, Kopfschmerzen, oft migräneartig, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Angstzustände, starke Blutungen, Gelenk- und Muskelschmerzen Zudem steigt nach den Wechseljahren durch den Östrogenmangel das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose und Arteriosklerose. Der Grund: Östrogene verringern den Knochenabbau und senken den Spiegel des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins – des „schlechten Cholesterins“. Weitere Symptome werden vom Östrogenspiegel beeinflusst. Bei diesen Symptomen handelt es sich vor allem um: Verringerte Durchblutung und Durchfeuchtung der Schleimhäute (trockene Scheide, trockene Augen, empfindliche Mundschleimhaut), Blasenschwäche (Harninkontinenz), Gewichtszunahme, Fettumverteilung, Veränderungen an Haut und Haaren (Verlust an Elastizität, Haut und Haare werden dünn und trocken), Haarwuchs im Gesicht (Kinn, Oberlippe), Libidoverlust Symptome oft besonders stark bei Frauen mit PMS Nicht alle Beschwerden und Krankheiten, die typischerweise in oder nach den Wechseljahren auftreten, sind jedoch eindeutig auf die veränderte Hormonsituation zurückzuführen. Ein klarer Zusammenhang besteht bei starken Blutungen, vasomotorischen sowie urogenitalen Beschwerden (zum Beispiel Scheidentrockenheit und Harninkontinenz). Auch Osteoporose und Arteriosklerose werden durch die sinkende Östrogenproduktion im Klimakterium gefördert. Auslösender Faktor ist sie allerdings selten. Zur Osteoporose tragen oft Bewegungs- und Belastungsmangel mehr bei als ein Östrogenmangel.Wer in der Vergangenheit unter ausgeprägten prämenstruellen Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom) gelitten hat, ist oft auch von Beschwerden in den Wechseljahren besonders stark betroffen. Für Frauen mit Eierstockentfernung sind die Wechseljahre oft ebenfalls eine unangenehme Lebensphase: Bei ihnen setzt der Hormonmangel abrupt ein. Zudem fällt der Einfluss der Ovarien auf die periphere Östrogenproduktion weg, der bei Frauen ohne Eierstockentfernung auch noch in der Postmenopause besteht.Durchschnittlich seltener betroffen von typischen Wechseljahresbeschwerden sind höher Gebildete sowie Frauen, die regelmäßig Sport treiben und ihre Freizeit aktiv gestalten.
Tetanus – Impfung, Symptome und mehr
Der Wundstarrkrampf ist eine durch Bakterien vom Typ Clostridium tetani beziehungsweise deren Giftstoffe (Toxine) ausgelöste Erkrankung. Diese Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet, zum Beispiel in Schmutz, Straßenstaub oder Erde, aber auch in Fäkalien von Menschen und Tieren. Daher ist es kaum möglich, ihnen aus dem Weg zu gehen. Die Infektion erfolgt meist durch verschmutzte kleine Verletzungen oder im Gewebe verbliebene Fremdkörper wie zum Beispiel Dornen oder Splitter. Dabei müssen die Wunden nicht offen sein – auch Bagatellverletzungen, die äußerlich kaum sichtbar sind, können dazu führen, dass sich der Betroffene infiziert. Eine Infektion mit Tetanus-Bakterien kann nur über eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut erfolgen: Ein Mensch, der an Tetanus erkrankt ist, kann also keinen anderen Menschen anstecken. Symptome von Tetanus Bei einer Tetanus-Infektion treten in der Regel bereits vier bis 14 Tage nach der Ansteckung schleichend erste Beschwerden auf – etwa ein allgemeines Krankheitsgefühl, Schweißausbrüche und Schlafstörungen. Anschließend kommt es zu Krämpfen der Muskulatur. Diese beginnen im Gesicht, meist in der Kaumuskulatur. Die Folge: Der Erkrankte kann den Mund nur noch begrenzt, manchmal sogar gar nicht mehr öffnen (Kieferklemme). Typisch ist ein charakteristischer Gesichtsausdruck, der einem starren Lächeln ähnelt (Risus sardonicus). Hinzu kommen Trink- und Schluckstörungen, die es dem Patienten zunehmend unmöglich machen, zu schlucken oder zu sprechen. Nach und nach breiten sich die Muskelanspannungen dann auf den gesamten Körper aus. Der Betroffene bekommt anfallartige, sehr schmerzhafte Muskelkrämpfe, die durch äußere Reize (zum Beispiel Berührungen oder Geräusche) ausgelöst werden können. Komplikationen beim Wundstarrkrampf Die außergewöhnlich starken Muskelkrämpfe bei einem Wundstarrkrampf können Knochenbrüche zur Folge haben – zum Beispiel im Bereich der Wirbelsäule. Bei Krämpfen der Darm- und Blasenmuskulatur kann es dazu kommen, dass der Patient Verstopfung bekommt und keinen Urin mehr lassen kann. Wenn die Atemwege betroffen sind, ist zum Beispiel eine Lungenentzündung, Sekretstau oder Atemnot möglich. Im schlimmsten Fall erstickt der Betroffene sogar. Tetanus kann auch zu Schädigungen des Herzens führen, sodass Rhythmusstörungen, Kammerflimmern oder ein Herzstillstand auftreten. Auch bei moderner Intensivtherapie endet ein Wundstarrkrampf in 10 bis 20 Prozent der Fälle tödlich. Bei schlechterer Versorgung sterben noch deutlich mehr Tetanus-Patienten. Diagnostik bei Tetanus Im Normalfall kann der Arzt die Diagnose Wundstarrkrampf bereits anhand der charakteristischen Krankheitszeichen stellen. Als eindeutige Symptome gelten steife Muskeln oder Muskelkrämpfe nach einer Wundverletzung. Der Arzt wird bei der Diagnostik auch versuchen, andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen – zum Beispiel eine beginnende bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis) oder tonische epileptische Anfälle. Therapie eines Wundstarrkrampfs Ziel der Therapie von Tetanus ist es, den Patienten durch eine intensivmedizinische Versorgung am Leben zu erhalten, die Vermehrung der Erreger und die Ausbreitung des Gifts zu verhindern sowie die Muskeln wieder zu entspannen. Um das Gift zu neutralisieren, das noch in der Blutbahn kreist, spritzt der Arzt dem Patienten Tetanus-Antikörper, sogenanntes Tetanus-Immunglobulin (passive Immunisierung). Zudem schneidet er die Wunde großzügig aus, damit genug Sauerstoff darankommt. Denn in einer sauerstoffreichen Umgebung fühlen sich Clostridien unwohl. Antibiotika sollen die verbliebenen Tetanusbazillen abtöten. Zusätzlich erhält der Patient eine Tetanus-Impfung, die für die Bildung körpereigener Antikörper sorgen soll (aktive Immunisierung). Wichtig sind im Zuge einer intensivmedizinischen Versorgung auch die Beatmung des Betroffenen und die Gabe krampflösender Medikamente. Außerdem kann der Erkrankte Beruhigungsmittel erhalten. Je nach Menge der Erreger in der Wunde und des von ihnen produzierten Gifts kann die Wirkung des Toxins vier bis zwölf Wochen anhalten – entsprechend lange dauert auch die Behandlung bei Tetanus. Impfung: Tetanus vorbeugen Wer einmal einen Wundstarrkrampf hatte, ist deshalb nicht immun gegen eine erneute Ansteckung. Dafür ist eine Schutzimpfung notwendig. In der Regel wird die Grundimmunisierung als Kombinationsimpfung zusammen mit Keuchhusten und Diphtherie durchgeführt und ab dem zweiten Lebensmonat begonnen.
Chronische Schmerzen – Ursache und Hilfe
Besteht ein Schmerz länger als sechs Monate, wird er als chronisch bezeichnet. Anders als akute Schmerzen, haben sie meist keine Schutzfunktion, sondern sind krankhaft. In Deutschland leben mindestens acht Millionen Menschen mit schwer therapierbaren, länger als sechs Monate anhaltenden Schmerzen. Solche als chronisch bezeichneten Schmerzen können zunächst einmal eine körperliche Schädigung widerspiegeln, beispielsweise einen Bandscheibenvorfall. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen haben chronische Schmerzen jedoch meist ihre Funktion verloren. Es sind Schmerzen, die selbst zur Krankheit geworden sind.Chronische Schmerzen sind häufig diffus, das heißt, schlecht lokalisierbar. Das bedeutet für die Therapie, dass ein Erfolg versprechendes Patentrezept fehlt. Häufig sind chronische Schmerzen Teil einer langwierigen, zumeist nicht ursächlich zu behandelnden Erkrankung. Typische Beispiele für chronische Schmerzen sind: Rückenschmerzen Nervenschmerzen Tumorschmerzen Phantomschmerzen Der Betroffene kennt chronische Schmerzen als Dauerschmerzen oder immer wiederkehrende Schmerzen. Dadurch haben chronische Schmerzen eine ganz eigene Dimension: Sie werden zu einer ständigen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Viele schmerzgeplagte Menschen vernachlässigen Familie, Freunde, Hobbys, die ihnen früher wichtig waren. Die Gedanken, Wünsche und Hoffnungen kreisen nur noch um ein Verlangen: die Erlösung vom Schmerz. Direkte oder indirekte Folgen können sein: Appetitmangel und Mangelernährung Verdauungsstörungen Schlafstörungen Abwehrschwäche mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit Muskelabbau und Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit (als Folge von Immobilisierung) Hoffnungslosigkeit, Resignation, Angst Depression Diese Folge sowie andere körperliche und seelische Veränderungen im Rahmen des chronischen Leidens beeinflussen wiederum die Schmerzen in ungünstiger Weise. Das sogenannte Schmerzmanagement, wie Arztbesuche, Medikamenteneinnahme oder Anwendungen, beherrscht zunehmend das tägliche Leben der Schmerzpatienten. Die Behandlung von chronischen Schmerzen gestaltet sich viel schwieriger als die vonakuten Schmerzen. Nur im Miteinander von verschiedenen Spezialisten, zum Beispiel in einer Schmerzambulanz oder Schmerzpraxis, lässt sich das Problem in den Griff bekommen. Schmerzen entwickeln ihr eigenes Gedächtnis – die chronische Schmerzerkrankung So wie traumatische Lebenserfahrungen sich unauslöschlich im Gedächtnis einprägen, kann auch ein massiver körperlicher Schmerz dauerhaft Spuren im Nervensystem hinterlassen. Doch auch ein leichtes, aber hartnäckig wiederkehrendes Ziehen oder Stechen kann dazu führen, dass sich ein Schmerzgedächtnis bildet. Viele Formen chronischer Schmerzen entstehen aufgrund einer Verselbstständigung von Nervenimpulsen, ausgelöst durch starke, anhaltende oder immer wiederkehrende Schmerzen: Obwohl längst kein Reiz mehr vorhanden ist, kann die vom Schmerz geprägte Zelle nicht mehr abschalten und sendet weiter Impulse ans Gehirn. Ist das Schmerzgedächtnis einmal aktiviert, werden selbst harmlose Reize wie Wärme oder Berührung als Schmerz empfunden. Sogar die bloße Erinnerung an das Brennen und Ziehen einer längst verheilten Verletzung genügt dann, um die körperliche Qual wachzurufen. Bei der chronischen Schmerzerkrankung hat der Schmerz seine Warnfunktion völlig verloren, und eine Suche nach einer körperlichen Ursache für den Schmerz ist oft erfolglos.
Blutarmut (Anämie) in der Schwangerschaft
Blutarmut (Anämie) ist ein häufiger, aber für gewöhnlich harmloser Befund in der Schwangerschaft. Die Anämie tritt vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf. Ursachen einer Anämie in der Schwangerschaft Unter Anämie versteht man einen Mangel an roten Blutkörperchen. Diese haben die Aufgabe, den über die Lunge aufgenommenen Sauerstoff zu den Körperzellen zu transportieren, die ihn für die Energiegewinnung benötigen. Die roten Blutkörperchen werden im Knochenmark gebildet. Dazu braucht der Körper unter anderem Eisen, Vitamin B12 und Folsäure. Fehlen diese Stoffe, werden weniger rote Blutkörperchen gebildet, die Sauerstoffversorgung wird schlechter und damit auch die Energiegewinnung. Es kommt zu den typischen Anämie-Symptomen: Müdigkeit, Blässe und geringe Belastbarkeit. Eine leichte Anämie ist keine eigentliche Krankheit, sondern eine häufige Folge der körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft. Der Bedarf an Baustoffen für die Blutbildung erhöht sich, da nicht nur das Blutvolumen der Mutter zunimmt, sondern auch das Kind selbst Blut bildet. Die nötigen Bestandteile dafür (zum Beispiel Eisen und Folsäure) holt es sich von der Mutter – besonderes während der Wachstumsschübe in der 28. bis 32. Schwangerschaftswoche. Dadurch kommt es leicht zu einem Mangel an diesen Baustoffen und dadurch zu einer Anämie bei der Mutter. Die häufigste Ursache für eine Anämie in der Schwangerschaft ist Eisenmangel. Aber auch ein Mangel an Folsäure kann zu Anämiesymptomen führen. Symptome und Diagnostik einer Anämie Eine leichte Anämie macht sich durch ständige Müdigkeit, Energielosigkeit, Konzentrationsstörungen und Blässe bemerkbar. Ist die Anämie stärker ausgeprägt, steigert sich die Herzfrequenz, was oft als Herzklopfen empfunden wird. Auch Schlafstörungen, Beklemmungsgefühle und Schwindel sind mögliche Anzeichen. Der Arzt erkennt eine Anämie durch eine Blutuntersuchung: der Hb-Wert, also der Wert für die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist, ist zu niedrig. Therapie bei Eisenmangel in der Schwangerschaft Im Vordergrund der Behandlung einer leichten Anämie steht, den Eisenmangel auszugleichen. Normalerweise empfiehlt der Arzt entsprechende Eisentabletten oder Eisensaft aus der Apotheke. Die meisten Frauen vertragen diese Präparate sehr gut und spüren schnell, wie die Beschwerden nachlassen. Manche Frauen reagieren jedoch mit Übelkeit und Verstopfung auf Eisenpräparate. Der Arzt kann dann Eisen spritzen oder als Infusion verabreichen.Wenn Sie schon unter Eisenmangel leiden, reicht eine besonders eisenreiche Ernährung meist nicht aus, um ihn zu beheben. Aber Sie können vorbeugen: Fleisch, Fisch und viele Gemüsesorten enthalten reichlich Eisen. Eisen tierischen Ursprungs wird vom Organismus besser aufgenommen. Ein Glas frisch gepresster Orangensaft zum Essen verbessert die Eisenaufnahme, weil er das dafür benötigte Vitamin C zur Verfügung stellt. Kaffee und Tee – auch grüner Tee – vermindern die Eisenaufnahme, wenn sie zu den Mahlzeiten getrunken werden. Vorbeugung von Folsäuremangel in der Schwangerschaft Zu einem Mangel an Folsäure sollte es eigentlich überhaupt nicht kommen. Schwangere und Frauen, die planen, ein Kind zu bekommen, sollten schon vier Wochen vor einer (geplanten) Empfängnis und bis zu zwölf Wochen danach Folsäure in Form eines Vitaminpräparats zuführen. Das ist nötig, weil der Bedarf an diesem Vitamin mit der Ernährung allein kaum gedeckt werden kann.
Parkinson – Symptome
Die ersten Symptome bei Morbus Parkinson sind häufig unspezifisch und können nicht sofort der Schüttellähmung – so wurde Parkinson früher genannt –, zugeordnet werden. Beispielsweise klagen Betroffene über Verspannungen der Muskeln und feinmotorische Störungen. Erst später treten die für die Parkinson-Erkrankung typischen Symptome wie Muskelsteifheit, Unbeweglichkeit und Zittern auf. Oft klagen Betroffene auch über Riechstörungen und Antriebsstörungen. Die Muskelsteifheit, auch Rigor genannt, entsteht durch eine erhöhte Grundspannung der Muskulatur. Sie führt zu der für Parkinson-Patienten typischen gebeugten Körperhaltung. Zur Steifigkeit kommt die Unbeweglichkeit, die Akinese. Meist sind Menschen, die an Morbus Parkinson leiden, nicht völlig unbeweglich. Ihre Bewegungen sind vielmehr langsamer (Bradykinese) und vermindert (Hypokinese). Durch die Unbeweglichkeit entsteht das häufig bei Betroffenen beobachtete maskenartig wirkende Gesicht. Der Tremor, das Zittern, ist wohl das auffälligste Symptom bei Morbus Parkinson. Er kann sowohl in Ruhe, als auch bei Bewegungen und Muskelanspannung auftreten und beeinträchtigt die Betroffenen daher stark. Kleine Schritte und erhöhte Sturzgefahr Schreitet die Parkinson-Erkrankung fort, tun sich Betroffene zunehmend schwer mit dem Gehen. Denn Morbus Parkinson führt auch zu Geh- und Haltungsstörungen, sogenannter posturaler Instabilität. Das Gangbild ist geprägt von kleinen Trippelschritten, besonders nach dem Aufstehen. Die Sturzgefahr ist erhöht. Schluck- und Verdauungsstörungen Morbus Parkinson geht mit Schluckstörungen einher. Der deshalb vermehrt im Mund zurückbleibende Speichel wird von den Betroffenen häufig als sehr unangenehm empfunden. Ebenfalls unangenehm ist die bei der Schüttellähmung auftretende Verstopfung. Sie kann mit weiteren Verdauungsstörungen wie Völlegefühl oder Sodbrennen einhergehen. Zudem haben viele Parkinson-Patienten im Verlauf der Erkrankung mit Blasenfunktionsstörungen (Harninkontinenz) zu kämpfen. Häufiger Harndrang und die eingeschränkte Beweglichkeit führen oft zu einer Dranginkontinenz. Auch Kreislauf und Schlaf sind betroffen Kreislaufstörungen, vor allem die orthostatische Hypotonie, treten bei Morbus Parkinson häufig auf. Das bedeutet, der Blutdruck fällt beim Aufstehen stark ab. Den Betroffenen wird schwindelig und schwarz vor Augen. Das verstärkt die sowieso vorhandene Stand- und Gehunsicherheit zusätzlich. Viele Parkinson-Patienten leiden außerdem unter Schlafstörungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig, von nächtlichem Harndrang bis hin zu Krampfanfällen und unwillkürlichen Bewegungen. Ein- und Durchschlafstörungen sind die Folge. Motorische Fluktuationen und Dyskinesien Im Verlauf der Parkinson-Erkrankung können auch Beweglichkeitsschwankungen (motorische Fluktuation) auftreten. Sie können unabhängig von der Medikamenteneinnahme sein, meist hängen sie jedoch mit der Gabe von L-Dopa oder Dopaminagonisten zusammen. So treten vor allem kurz vor der nächsten Einnahme von L-Dopa Akinesien auf, da die Konzentration des Medikaments im Körper zu diesem Zeitpunkt niedrig ist. Ähnlich ist das bei unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien). Sie treten jedoch vor allem dann auf, wenn die L-Dopa-Konzentration im Blut am höchsten ist. Motorische Fluktuationen und Dyskinesien sind somit keine Symptome der Parkinson-Erkrankung, sondern auf die medikamentöse Behandlung zurückzuführen.