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Symptome des Glaukoms: Gesichtsfeldausfälle und farbige Ringe



Wer nur gering bis mittelstark erhöhte Augeninnendruckwerte hat, bemerkt lange Zeit gar nichts von den zerstörerischen Prozessen in einem oder beiden Augen, weshalb er meist zu spät zum Augenarzt geht. Nur bei hohem Augeninnendruck können sich durch ein Aufquellen der Hornhaut farbige Ringe oder Höfe um Lichtquellen herum beim Betroffenen bemerkbar machen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu fortschreitenden Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung. Wird das Glaukom (grüner Star) aber erst entdeckt, wenn bereits Beschwerden auftreten, dann ist schon ein großer Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört. Durch das eingeschränkte Gesichtsfeld kommt es zum Beispiel zu Problemen beim Treppensteigen und auch im Straßenverkehr. Ein bestimmtes Objekt kann noch gut gesehen werden, ein direkt daneben liegendes wegen des eingeschränkten Gesichtsfeldes nicht mehr.

„Mit Pauken und Trompeten“ macht sich dagegen der seltene Glaukomanfall bemerkbar. Es treten massive und akute Schmerzen auf: Das Auge schmerzt stark und wird hochrot. Infolge der Druckerhöhung trübt sich die Hornhaut, und die Irisgefäße sind geschwollen. Begleitsymptome sind heftige Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommt meist eine plötzliche Sehverschlechterung: Der Betroffene sieht  seine Umgebung vernebelt und – ein wichtiges Frühsymptom – nimmt farbige Ringe um Lichtquellen wahr. Bei diesen Symptomen muss man sofort zum Augenarzt.

Info
Im Anfall kann es auch zu augenfernen Symptomen kommen, die zum Beispiel einer Herzattacke ähneln. Besonders Stressfaktoren, die zu einer Pupillenerweiterung und Veränderung der Blutwerte führen, können einen Glaukomanfall auslösen.

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